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Preview: Soziale Konflikte in Barbaricum

Posted by Andre Poenitz
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Im ersten Interview ist bereits deutlich geworden, wie wichtig der Revolutionsgedanke und philosophische Diskussionen für Barbaricum sind. Im heutigen Preview geht es um eine neue Art von Konflikt, die es erlaubt, derartige Fragen auch regeltechnisch auszukämpfen!

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Soziale Konflikte

Soziale Konflikte beschreiben Situationen, in denen es darum geht, gegen den Widerstand eines Kontrahenten eine eher passive Zuschauergruppe von den eigenen Argumenten zu überzeugen. Falls ein solcher Kontrahent nicht vorhanden ist, sollte die Situation stattdessen als Herausforderung behandelt werden. Die Abwicklung eines sozialen Konfliktes soll hierbei jedoch nicht zwangsläufig als ein bösartiger Streit betrachtet werden, der schwere bleibende Schäden hinterlässt, sondern kann auch einfach eine sachlich-fachliche Debatte bezeichnen. Das wichtigste Kriterium hierbei bleibt aber der kommunikative Fokus auf ein Publikum. Nicht das Gespräch mit dem Kontrahenten ist entscheidend für den Erfolg, sondern die Wirkung auf das Publikum. Der Gewinner des Konfliktes kann dieses von seinen Argumenten überzeugen oder auch einfach für seine Sache begeistern – der Unterlegene erleidet im schlimmsten Fall hingegen einen anhaltenden Gesichtsverlust oder auch einfach seinen eigenen gekränkten Stolz.

Für Streitgespräche, bei denen hingegen das Überzeugen des Gesprächspartners im Vordergrund stehen soll, nutze besser einen Wettstreit oder für extreme Fälle einen geistigen Konflikt.

Situationsaspekte

Beachte, genau wie bei den bereits bekannten Konfliktformen, die äußeren Rahmenbedingungen des sozialen Konfliktes. Das Überzeugen eines fremden Stammes kann schwieriger sein als das des eigenen. Eine schlechte Akustik bevorzugt eine flammende Rede gegenüber ruhiger Worte. Aber auch die Charaktere können die Ausgangssituation stark beeinflussen. Einige bewaffnete Krieger an der richtigen Stelle platziert, können das Diskussionsklima wesentlich beeinflussen. Sei kreativ und du wirst sehen, dass eine philosophische Debatte über das Wesen des Menschen mindestens ebenso spannend sein kann, wie eine große Schlacht.

Zonen

In den meisten sozialen Konflikten wird man auf Zonen wohl verzichten können, da sie klar übersichtliche Meinungsverschiedenheiten zwischen klar positionierten Parteien darstellen. Doch wenn die Debatte tatsächlich vielseitiger und unübersichtlicher wird, weil verschiedene Parteien gleichzeitig verschiedenste Interessen vertreten, kann es durchaus sinnvoll sein, auch hier eine Unterteilung in Zonen vorzunehmen. Je nach Situation kann eine solche Zone dann eine Teilgruppe des Publikums darstellen, die es zu erobern oder verteidigen gilt, eine bestimmte Thematik, die während der hitzigen Diskussion als „Nebenkriegsschauplatz“ eröffnet wird oder auch tatsächliche räumliche Gegebenheiten in einer besonders großen Gesprächsrunde.

Der Austausch

Die regeltechnische Abwicklung des sozialen Konfliktes gleicht vollständig den beiden bekannten Formen. Die Zugreihenfolge wird über die Fertigkeit Provozieren bestimmt (bei Gleichstand nachfolgend über Wille und Strategie). Zur erzählerischen Interpretation des Konfliktes solltest du bedenken, dass „Angreifen“ in der Regel nicht bedeutet, dass der Angreifer seinen Gegner persönlich attackiert, sondern auch beispielsweise das Vortragen eines guten Argumentes, eines inspirierenden Gedankens oder einer mitreißenden Parole beschreibt. Eine gute Verteidigung wiederum widerlegt eben dieses Argument, verdreht geschickt den Gedanken oder zeigt die Plumpheit der Parole auf. Der Angriff erfolgt mit Charisma, die Verteidigung mit Wissen.

Persönliche Attacken gegen den Kontrahenten hingegen sollten über die Aktion „Vorteile erschaffen“ und die Fertigkeit Provozieren abgebildet werden. Treffende Beleidigungen können somit durchaus geeignet sein, den Kontrahenten aus dem Konzept zu bringen.

Soziale Konsequenzen

Soziale Konsequenzen sind, ihrem Namen entsprechend, Konsequenzen, die das Sozialverhalten des Charakters einschränken bzw. seine Wirkung auf andere. Beispiele hierfür wären Gereizt, Lächerlich gemacht, Untergrabene Autorität, Unsaubere Argumentation, Kleinlaut, Dummschwätzer. Insbesondere für schwere oder gar extreme Konsequenzen sollte die Situation, in der die Konsequenz entstanden ist, auch klar erkennbare Spuren hinterlassen haben. Ein Redner, der sich gegen einen Krieg ausspricht, könnte beispielsweise nachhaltig als Feigling gelten und der Sohn des Stammesführers, der sich im Streit mit einem einfachen Krieger blamieren lässt, könnte von nun an als extreme Konsequenz Der Macht unwürdig mit sich herumtragen müssen.

Geheilt werden soziale Konsequenzen auch genauso wie mentale oder physische. Der Charakter muss eine Überwinden-Aktion (in der Regel mit der Fertigkeit „Wille“) mit der entsprechenden Schwierigkeit durchführen und je nach Schwere der Konsequenz eine Szene, eine Sitzung oder ein Szenario warten. 

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Habt ihr Fragen? Ab in die Kommentare damit!

Lars Gravert and Sebastian 'achlys' like this update.

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