€7,324 pledged of €40,000 goal
backers
By Jana Höffner
€7,324 pledged of €40,000 goal
backers

Es ist viel geschafft, noch viel bleibt zu tun

4 likes

Die gute Nachricht vorneweg. Seit gestern steht der Elektrocamper endlich wieder auf eigenen Rädern. Bis dahin war es mehr Arbeit als erwartet aber es hat sich auf alle Fälle gelohnt. Die vergangenen sechs Wochen stand ich in fast jeder freien Minute unter dem VW Bus, habe geschliffen, geschraubt, geputzt, Leitungen verlegt, versiegelt, geflext, Bremsen entlüftet, hochdruckgereinigt, jeden Abend die Werkstatt gefegt und vieles vieles mehr. Zwischenzeitlich bin ich die Lieblingskundin vom Buschef in Steinheim an der Murr geworden.

Die Bremsen vorne und hinten sind komplett neu. Ebenso die Radlager. Die Bremsschläuche und einige Bremsleitungen musste ich ebenfalls ersetzen. Die vergammelte Achsschwinge samt abgerosteten Federteller hat eine Schönheitskur bekommen und sieht wieder aus wie neu. Dabei ging mehr als ein Abend nur damit drauf, die Achsschwingen auszubauen. Die Schrauben waren unlösbar mit der Metallhülse im Gummilager verrostet, so dass nur noch die Flex Abhilfe schaffen konnte. Die alten Gummilager habe ich dann rausgebohrt. Die neuen Lager einzupressen hat einen Fachmann jede Menge Schweiß gekostet.

Die alte Achsschwienge vor dem Ausbau
Die alte Achsschwienge vor dem Ausbau

 

Sandgestrahlt, grundiert, geschweißt und lackiert sieht sie wieder aus wie neu.
Sandgestrahlt, grundiert, geschweißt und lackiert sieht sie wieder aus wie neu.

Auch die Federn habe ich sandstrahlen lassen. Eine Pulverbeschichtung schützt sie jetzt vor neuem Rost. Die Stoßdämpfer musste ich ersetzen, da einer der alten durchgerostet war.

Mit dem Hochdruckreiniger und einem Spezialwaschmittel ist der meiste Dreck aus dem alten Motorraum und den Radläufen rausgegangen. Den Rest habe ich mit Verdünnung weggerubbelt. Das sollte man nur mit entsprechendem Atemschutz machen, da die Verdünnung binnen Minuten zur Verblödung führt.

Soweit ist hintenrum jetzt alles geschweißt, grundiert und versiegelt. Da rostet so bald nichts mehr und der Bus kann seine nächsten 35 Jahre angehen.

Was zu tun bleibt

Jetzt steht der Bus wieder auf seinen Rädern und ist nach eineinhalb Monaten erstmal wieder von der Hebebühne runter. Die Schiebetür bekommt jetzt noch Reparaturbleche für innen und außen und auf der Fahrerseite muss der Schweller neu gemacht werden. Auch die Heckklappe braucht noch eine Begegnung mit dem Schweißgerät und neuem Blech.

Dann sind an einigen Fenstern noch kleinere Roststellen zu beseitigen. Dann wird ordentlich versiegelt und es kann zum Lackieren gehen. In einem Monat sind dann Schönheitsreparaturen und Konservierungsarbeiten hoffentlich abgeschlossen.

Parallel werde ich mich schon daran machen, den Bus für die Umrüstung vorzubereiten. Das heißt, ich werde mich der vorhandenen Elektronik widmen und wo nötig neu Aufbauen und neue Leitungen ziehen. Zudem bekommt der Bus schon eine Unterdruckpumpe für die Bremsanlage und eine Standheizung. Außerdem machen wir uns Gedanken über die Batteriekästen, die zwischen die Achsen kommen.

Plan B

Vielen Dank an alle, die an das Projekt geglaubt haben und bereit waren, mich zu unterstützen. Der Dank gilt auch allen, die mir mit Fachwissen und praktischer Hilfe zur Seite standen. Die mir gezeigt haben, wie man die ganzen Dinge macht. Danke an den Bekannten, in dessen Werkstatt mein Bus nun sechs Wochen auf der Hebebühne rumhängen durfte und der mich sein Werkzeug benutzen lassen hat.

In neun Tagen endet das Crowdfunding für die Umrüstung - und wenn nicht noch ein Wunder geschieht, erreiche ich das Finanzierungsziel nicht. Damit wäre das Projekt eigentlich am Ende und ich habe ich einen Top-sanierten T3 ohne Antrieb rumstehen - denn diese Arbeiten sind auf jeden Fall finanziert. Aufgeben ist aber so meine Sache nicht. Dann dauert es eben etwas länger. In dem Bus steckt so viel eigene Arbeit, dass ich mich auch nicht von ihm trennen werde.

Wer trotzdem noch Lust auf das Projekt hat, darf sich gerne bei mir melden und dann geht es eben bilateral. Ansonsten mache ich mich dann Anfang April auf die Suche nach Sponsoren und spare noch ein bisschen. Zudem werde ich auch mehr Eigenleistung in das Projekt stecken, als eigentlich geplant. Und dann gilt es eben knallhart mit dem Umrüster zu verhandeln.

Aktuelle Fotos und Neues zum Fortschritt des Projektes gibt es auch weiter auf meinem Blog und in meiner Flickr-Galerie.

Ralph Thumm, Corinna Schmidt, and 2 more people like this update.

Comments

Only backers can post comments. Log In
    1. Matthias Urlichs on March 22, 2017

      Angesichts der Werbung, die der Umrüster über dein Blog etc. bekommt, sollte er dir das eigentlich für umme machen …

      Bleibt eigentlich das Getriebe etc. drin? braucht's ja eigentlich nicht mehr …